Das sprachliche Idiom der Ureinwohner des Gebietes von Makedonien
Sontag, den 12. Oktober 2008 Dimitris E. Evaggelidis
Eine sprachwissenschaftliche Annäherung
1. Einführung
Zwei sind die Frage, die sich aus der Beziehung zwischen dem sprachlichen Idiom zu den Ureinwohnern Makedoniens ergeben:
1. Was ist deren nationale Identität, wo werden sie deshalb national zu geordnet?
2. Was genau ist dieses Idiom, aus sprachwissenschaftlicher Sicht?
Die erste Frage ist seit einiger Zeit beantwortet, von den Wissenschaftlern, wie auch von der überwältigenden Mehrheit der Ureinwohner Makedoniens:
Sie sind seit Ãonen ein unverbrüchlicher Bestandteil der griechischen Nation.
Für ein im weiteren Sinne das Thema der Makedonien Frage analysierend, in dem als Teil auch die Existenz des sprachlichen Idioms angeführt wird, halte ich das Buch des Sarantis Kargakos: "Von der Makedonien Frage zur Verstrickung der Skopjer darin" â" Athen 1992. Das reichhaltigste und zuverlässigste Werk, aus der umfangreichen Bibliographie, die es zu diesem Thema gibt.
Zur wissenschaftlichen Dimension des Themas möchte ich in Erinnerung rufen, dass die älteren Ansichten, wie z.B. die altgriechische Auffassung von "gleichem Blut, gleicher Sprache und gleichen Sitten" mit seinem historisch-geografischem Rahmen im groÃen Umfang seit vielen Jahrhunderten nicht mehr gültig sind, auf Grund der umfangreichen Bewegung der Bevölkerung, aber auch der wechselseitigen sozialen und kulturellen Veränderungen, die von der Antike bis heute stattfanden.
In vorhergehenden Stadien der Geschichte hatten die Völker klar erkennbare kulturelle Charakteristika, mit dem Ergebnis, dass es leicht war eine Person einer bestimmten Nation zu zu ordnen. So war eines der grundlegenden Unterscheidungsmerkmale die Sprache und die Religion, und später seine Sitten und Gebräuche, die philosophischen, künstlerische, sozialen, politischen usw. Ansichten.
Z.B. waren in der Antike ein Grieche, ein Perser und ein Ãgypter leicht voneinander zu unterscheiden. Auf Grund ihrer auffallenden Unterschiede, der oben angeführten Charakteristika. In der heutigen Zeit sind die Unterschiede viel schwerer zu finden. Durch die Mobilität, die die Menschheit kennzeichnet. Besonders seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bis zum heutigen Tage.
Das was bei den Wissenschaftlern unzweifelhaft gilt, ist die Feststellung, dass die gesprochene Sprache nicht immer das Kriterium zur Zuordnung zu einer speziellen nationalen Gruppe ist.
Ich beschränke mich auf die klassischen Beispiele, der deutschsprachigen Elsässer, an der deutsch-französischen Grenze, die sich fanatisch französisch fühlen. Aber auch die katholischen Kroaten, die keine Gemeinsamkeit mit den gleichsprachigen orthodoxen Serben haben wollen, trotz der gleichen Sprache (serbokroatisch) oder noch charakteristischer das Beispiel der Montenegriner zu den Serben, mit denen sie die gleiche Sprache und Religion teilen, sich aber als andere Nation fühlen.
Daraus schlieÃend stelle ich fest, dass ein Teil der Bevölkerung Makedoniens früher ein einzigartiges sprachliches Organ hatte, ein Idiom slawischen Ursprungs, dass weiter unter ausführlich beschrieben wird, dass nicht ausreicht als Kriterium, weder in der Vergangenheit noch heute, um ihn auÃerhalb der griechischen Nation zu stellen. Als Zweisprachiger Grieche, mit Ursprung in Makedonien, halte ich die Frage für ausreichend begründet und beantwortet, ohne Grund für weitere Aussprachen und Erklärungen.
Was ist nun dieses berühmte sprachliche Idiom, das einige in verschiedenen Epochen versucht haben aufs Tape zu bringen, es als politisches Argument zu benutzen. Als erstes werde ich eine sprachwissenschaftliche Informierung und Analyse betreiben.
2. Sprachen, Dialekte und Hilfssprachen
Seit der Mensch auf dieser Welt erschienen ist, hat er die Sprache als Hauptmittel zur Verständigung benutzt (nicht nur allein diese, wie uns einige metamoderne Sprachwissenschaftler glauben machen wollen), parallel mit anderen Methoden (Handbewegungen, Haltungen des Körpers usw.).
Eines der praktisch unlösbaren Probleme das Sprachwissenschaftler seit jeher vor sich hatten, war die Zusammenstellung einiger wissenschaftlicher Kriterien zur Unterscheidung zwischen Sprache und Dialekt. Mit anderen Worten, wann und mit welchen Kriterien ist ein gesprochenes sprachliches Idiom einfach ein Dialekt einer Sprache und wann kann es als eigenständige Sprache charakterisiert werden? Ist das vorher angeführte serbisch kroatische eine einheitliche Sprache mit zwei Dialekten (Serbisch und Kroatisch) oder haben wir es mit zwei verschiedenen Sprachen zu tun?
Wie ich vorher anführte ist es der Sprachwissenschaft unmöglich letzte Schlüsse zu ziehen und somit müssen andere Kriterien herhalten, z.B. politischer Willen.
Nach den Gesetzen der Sprachwissenschaft ist es sicher, wenn die beiden unterschiedlichen staatlichen Gebilde (Serbien â" Kroatien) für die nächsten 200 Jahre fortbestehen, am Ende zwei wirklich unterschiedliche Sprachen herauskommen. Nach dem Spruch des lettischen Juden und hervor ragenden Sprachwissenschaftler Max Weinreich (1893-1969) "eine Sprache ist ein Dialekt mit Waffen und Marine bewaffnet", der genau das ausdrückt, was die politischen und staatlichen Faktoren sind, die die Beschlüsse dieser Thematik entscheidend erschweren.
Sicher kann die heutige Sprachwissenschaft zur Lösung von Problemen eine andere Sichtweise adoptieren für die Unterscheidung "Sprache â" Dialekt", mit der Einführung des Terms "Sprachliches Kontinuum" (languagecontinuum), aber auch mit dem Gebrauch neuer Fachausdrücken, sprachpolitisch neutral, wie Ausbausprache, Abstandsprache, Dachsprache [1], aus der deutschen Sprache entlehnt.
Ich komme jetzt zu einer anderen Frage, die ich für unabdingbar halte und angeführt werden muss, um zu eindeutigen und leichtverständlichen Schlussfolgerungen zu kommen. Es handelt sich um das Vorhanden sein anderer Formen von Kommunikation zwischen Menschengruppen, die sogenannten Hilfssprachen (auxiliary languages). Leider gibt es keine klaren griechischen Fachausdrücke und so benutze ich zwangsweise die fremden Terme. Der bekannteste Fall des Gebrauchs einer "natürlichen" Hilfssprache (im Unterschied zu technischen, wie Esperanto oder Volapük und andere) ist ohne Zweifel die sogenannte Lingua Franca [2], wörtlich "Sprache der Franken".
Diesen Ausdruck sollten wir nicht mit franko levantinisch verwechseln, das ausdrücklich nur für das Geschriebene Wort benutzt wird, dass von Levantinern aus Smyrni entwickelt wurde, die zwar griechisch sprachen, aber weil sie Schwierigkeiten mit der Orthographie hatten, lateinische Buchstaben benutzten um griechisch zu schreiben (oder nach anderer Ansicht, die aber zuverlässiger ist [3], auf Anweisung der Katholischen Kirche). Später imitierten sie die Chioter (Bemerk.d.Ãbers. Einwohner der Insel Chios) und andere Händler im Ausland, die in ihrem griechischen Briefwechsel lateinische Buchstaben benutzten und so entwickelte sich das frankochiotische, analog zum heutigen greeklish (Bemerk.d.Ãbers. im Internet griechisch mit lateinischen Buchstaben). Gleichwertig ist der Term Vehicular Language, in freier Ãbersetzung würden wir Zweitsprache sagen, die Sprache, die von anderen Sprachgemeinschaften z.B. das Englisch als Zweitsprache (offizielle) in Indien und Pakistan.
Eine andere Form der Hilfssprache ist die Kontaktsprache (Contakt languages), das ist das sogenannte Pidgin English oder einfach Pidgin, "gebrochenes Englisch" würden wir es nennen. Es wurde in China, für die Notwendigkeiten des Handels zwischen Engländern und Chinesen geschaffen. Das Wort pidgin selbst ist gleichbedeutend mit dem englischen Wort business.
Als pidgin wird heute ein sprachliches Idiom festgelegt, dass aus einer Mischung von mindestens zwei Sprachen mit auÃergewöhnlicher Vereifachung der Grammatik und des Wortschatzes besteht, was als Verständigungsmittel zwischen verschiedenen Volksgruppen benutzt wird, die eigene Sprachen als Muttersprache haben.
In dem Fall, wo dieses Idiom sich zur hervor herrschenden Sprache entwickelt, sprechen wir von einer Kreolischen Sprache[4] (Kreole languages).
3. Das sprachliche Idiom im Gebiet von Mazedonien
Mit diesen voraus geschickten Erklärungen, lasst uns zum "Eigentlichen" kommen. Was ist nun ganz genau das Idiom der ursprünglichen Mazedonier (Bemerk. d. Ãbers. der Autor benutzt γηγενÏν â" gigenon, was aus dieser Erde gekommen bedeutet) und wer sind die "Slavischsprechenden" Nutzer?
Als Erstes wollen wir einmal feststellen, dass es praktisch keine nur Slavisch sprechenden mehr gibt, aber zweisprachige (griechisch â" Slavisch) und man unter den Jungen nur selten jemanden antrifft, der flieÃend dieses Idiom spricht, deren Entwicklung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zum Stillstand kam. So fehlen zahllose Wörter des täglichen Gebrauchs, die durch griechische ersetzt wurden. Aussprüche vom Typ "ki otam na Nomarchia" (ich werde zum Präfekten gehen), oder "ki gu kasiam na Dimarcho tou [5]" (das werde ich dem Bürgermeister sagen) bilden den Hintergrund für endlose Witzeleien und örtliche Anekdoten. (Bemerk. D. Ãbers. Dabei geht es um Vermischungen von Slavisch und griechisch, wie es heute die Jugend mit deutsch und Computerenglisch macht).
Diese zweisprachigen Einwohner des nordgriechischen Gebietes, insbesondere in Zentral- und West-Mazedonien, sind die Nachkommen der christlichen Bevölkerung, die während der Türkenherrschaft im weiten Bereich des "historischen Mazedoniens" lebten. Sie sind griechischen Ursprungs, aber es gibt auch in ihnen aufgegangene slawische Einsprengsel, aus byzantinischer Zeit. Die christianisiert und hellenisiert wurden (sprachlich und kulturell). Der unvergessene Sprachwissenschaftler N. Andrioti schreibt in seinem Buch "Die Sprache Mazedoniens" Verlag Olkos, Athen 1992, S. 211, dass die slawische Sprache im Byzantinischem Reich auf nachfolgende Weise eingeführt wurde:
a. Durch slawische Sklaven, die von den byzantinischen GroÃgrundbesitzern auf ihren Latifundien als Bauern angesiedelt wurden
b. Durch griechische Kriegsgefangene der Bulgaren, die slawisch lernten und nach ihrer Befreiung und Rückkehr, meist nach vielen Jahren, weiter slawisch sprachen und
c. Die mit den Slawen handeltreibenden Griechen lernten schnell das Slawische, wobei das Lernen des Griechischen für die Slawen sich schwierig gestaltete.
Das Aufkommen dieses Idioms (das keine Schrift benötigte) wird um 1800 nachgewiesen (die ersten Nachweise ihrer Existenz gegen auf die Zeit um 1790 zurück [6] â" Siehe J.P. Malloryâ"D.Q. Adams: The Oxford Introduktion to Proto-Indo-European and the Proto-Indo-European World â" Oxford 2006, S. 26) und hatte nur zweckbedingte und praktische Gründe. In dieser Zeit war Makedonien ein Mosaik aus Völkern, Sprachen und Religionen: Türkische Eroberer, Turkmenische Nomaden (Yourouken), Zigeuner, Griechen, Bulgaren, Serben, Bosnier, Albaner, Armenier, Juden (spanisch-jüdische Sepharden) usw. die türkisch, Roma (ein indischer Dialekt), Griechisch, Vlachisch, Bulgarisch, Serbokroatisch, Albanisch, Armenisch, Jüdisch (Ladino und jiddisch) sprachen und Moslems, Christen (Orthodoxe, Katholiken, Protestanten) und Juden waren.
Es musste also ein Weg zur Verständigung im täglichen Umgang gefunden werden, eine Art von Lingua Franka. Stufenweise kam dieses Idiom auf, eine Pidgin Sprache, die offensichtlich erstklassisch dem Ziel diente, für das es geschaffen wurde, oder besser, sich entwickelte.
Die Basis bildete ein west-bulgarischer Dialekt [7], wie durch sprachwissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen wurde (Siehe I. Th. Lampsidis: Grammatik der bulgarischen Sprache, herausgegeben in Thessaloniki 1981, S. 15-16) und auf diesen Stamm wurde eine Vielzahl von griechischen, türkischen, vlachischen und albanischen Wörtern aufgepflanzt [8]. Generell ist die Mehrheit der Sprachwissenschaftler sich darin einig, dass morphologisch mehr Ãbereinstimmungen mit dem Bulgarischen als mit dem Serbischen, in der Aussprache, bestehen.
In der damaligen Zeit, mit der weitverbreiteten Unwissenheit, besonders auf dem Lande, erwies sich das Idiom als leicht [9] zu erlernen und nützlich für den täglichen Bedarf. Was die Forscher besonders beeindruckte ist die Leichtigkeit mit der Anderssprachige sie adoptieren und ihre Veränderung und häufig exklusive Verwendung als Mittel der Verständigung!
Nachweislich gibt es viele Fälle, nicht nur auf Personen beschränkt , aber auf ganze Gruppe bezogen, in der Bibliographie z. B. Vlachisch sprechenden Dörfer des Gebiets von Zentral-West-Mazedonien, die Slawisch sprechend wurden [10]. Noch charakteristischer ist der Fall der Slawisch sprechenden (!) Zigeuner (Rom, Roma) im Gebiet von Mazedonien: Bis heute haben sich Siedlungen dieser Zigeuner (ihre indische Herkunft ist jedem klar der auch nur geringe ethnologische Kenntnisse besitzt) (Bemerk. D. Ãbers. Zigeuner hat im griechischem keine abwertende Bedeutung, Rom oder Roma ist nur Spezialisten bekannt) in den Städten Edessa (Karaman), Naussa (Hl. Georg) und Veria, aber auch in viele Dörfern, die mindestens seit dem 19. Jahrhundert Slawisch sprechend sind.
Soweit mir bekannt ist, hat es eine wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema nicht gegeben, aber eine volkstümliche Erklärung unter den Griechisch sprachigen Dörflern, die Slawisch sprechend wurden, führt nachfolgendes an. Um den Kindesraub durch die Türken (Bemerk. d. Ãbers. Die Türken forderten von den Christen in regelmäÃigem Abstand einen Blutzoll. Die christlichen Kinder wurden ihren Eltern im zartesten Alter entrissen und zu Konkubinen und Janitzaren, islamisierten Soldaten des Sultans, gemacht) zu entgehen, der Sprachwechsel vorgenommen wurde, was mir nicht einleuchtet. Eine Ansicht, die auch durch den Schriftsteller Chr. Christobasile, am Anfang des vergangenen Jahrhunderts, mit einem Artikel in der Zeitschrift "Hellenismus" Heft 9 â" September 1903, S. 683 unterstützt wurde).
Auf der anderen Seite ist es merkwürdig, dass die bulgarische Seite bis heute keine ausreichende Erklärung dafür gegeben hat (seit der Mitte des 19. Jahrhunderts behaupten Sie, alle Slawisch sprechende sind Bulgaren), warum die Bulgaren Mazedoniens massenhaft ihre Muttersprache auf gaben und ein slawisches Idiom, dass sie erst nachträglich lernen mussten, adoptierten!
Ich behaupte, dass dieses Idiom anfänglich als pidgin oder gebrochenes Bulgarisch entstand, um es anders zu sagen, und als Kreolische Sprache unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen endete, wie ich vorher anführte, die aus verschiedenen Gründen diese aufwertend zum sprachlichen Hauptorgan anhoben.
Ich wiederhole und betone, weil es von groÃer Bedeutung ist, dass dieses Idiom niemals eine Schrift erhielt. So gibt es keine Prosa, Poesie und im weitesten Sinne Literatur, im Gegensatz dazu gibt es Lieder, deren Produktion am Anfang des 20. Jahrhunderts aus offensichtlichen Gründen stoppte [11].
Das bekannteste und charakteristische ist âBaba i Postolâ (Oma und Apostolos) in dem leicht zu verstehen die Veränderungen der Slawisch sprechenden Ureinwohner zu den Bulgaren erkennbar sind, wie auch aus einigen Redewendungen ersichtlich wird [12].
Es muss auf die ernsthafteste Bemühung um das Aufwerten des Idioms der Ureinwohner zur Sprache hin gewiesen werden, die Arbeit von Kristo Misirkov, 11874-1926 aus Palia Pella (damals Apostoloi). In seinem Buch, dass 1903 in der Druckerei "Liberaler Club" in Sofia unter dem Titel "Ãber die Mazedonischen Angelegenheiten" (ÐÑÑÑÑÑо Ð. ÐиÑиÑков: Ðа ÐакедонÑкиÑе РабоÑи, СоÑиÑ, ÐеÑаÑниÑа на "ÐибеÑалний ÐлÑбÑ" 1903) heraus gegeben wurde. In diesem Buch bringt er die Beweisführung für die Schaffung einer offiziellen philologischen "Mazedonischen" Sprache, auf der Basis des "mazedonischen" (bulgarischen) Dialektes von Nord-Mazedonien, die ein phonetisches (kyrillisches) Alphabeth benutzen sollte. Im Buch von Misirkov spiegelt sich der Wandel der höchsten bulgarischen Kreise wieder. Abkehr von der Strategie der gewaltsamen Exbulgarisierung der Ureinwohner Mazedoniens und der Ãbernahme und Kultivierung des "Makedonismus".
Der "geistige Vater" dieser Strategie war der berühmte Gotse Deltsev, der 1895 die geniale Theorie hinsichtlich der "Mazedonier" und "unabhängiges Mazedonien" kreierte, als er feststellen musste, dass die Slawisch sprechenden Einwohner Mazedoniens sich gegen das Verbulgarisieren wehrten und allgemein die bulgarischen Positionen auf keine Gegenliebe stieÃ, ohne den Gebrauch von Gewalt. Die Vaterschaft des "Makedonismus" gehört ohne Zweifel den Bulgaren, die auf keinen Fall glaubten, dass ihre Chimäre wahr wäre, sie fühlten sich bestimmt nicht als "Makedonier".
In einem Brief vom 1.Mai 1899, den Gotse Deltsev an seinen Freund Kolio Maleshevski (Nikola Maleshevski) schrieb, gesteht er, dass er nie aufgehört hat sich als Bulgare zu fühlen (Das steht in der Biographie von Deltsev von seinen engen Freund und Mitarbeiter Pejo Jiavorof). Der Erfinder der Makedonischen Sprache, der vorher angeführte Christo Misirkov schrieb 1924, dass "Wir (die Slawen Makedoniens) mehr Bulgaren sind als die aus Bulgarienâ¦" (für die, die bulgarisch können weise ich auf folgende Webseite hin http://news.netinfo.bg,, mit dem auÃergewöhnlichen Artikel «Ðак,баÑаÑа на македонизма ÐÑÑÑÑÑо ÐиÑиÑков Ñе оказа ÑиÑÑ Ð±ÑлгаÑин» (wie der "Vater des Makedonismus" Christo Misirkov sich als reinrassiger Bulgare herausstellt).
Was für andere "Zeugen" brauchen wir noch, wenn der ehemalige Ministerpräsident von Skopje und Führer der starken chauvinistischen Partei V.M.R.O. aus Skopje, Liubtso Georgievski (wie auch zigtausende seiner Landsleute aus Skopje) vor kurzem die bulgarische Staatsangehörigkeit erbat und erhielt. Georgievski, gab mit einer Bekanntmachung im Skopjer und bulgarischer Presse seine Absicht kund, Botschafter Bulgariens in Skopje zu werden. Das ist bestimmt einmalig in den Annalen der Welt.
Es sollte hervor gehoben werden, dass der Griechisch kundige bulgarische Dichter, Politiker und Patriot (er nahm an vielen Schlachten gegen die Türken teil) Petko Slaveikof (1826-1895), ein geschworenen Feind des "Makedonismus" war. Seine wissenschaftliche Begründung und Argumente, die er in seinem berühmten Artikel ("Die Makedonienfrage") nieder schrieb, der in der Zeitung "Makedonia" im Januar 1871 in Konstantinopel [13], veröffentlicht wurde, bevor Bulgarien die offizielle Hinwendung zum "Makedonismus" vollzog, wie ich oben anführte.
All diese Fakten werden leider ignoriert oder noch schlimmer, endgültig verfälscht, von nationalnihilistischen Kreisen, deren hervorragender Vertreter der bekannte Tassos Kostopoulos ist, Mitarbeiter der Zeitung "Elevterotypia" und "Virus des Sonntag", der sich nicht schämte ein Buch mit dem pompösen Titel "Die verbotene Sprache: staatliche Verfolgung des slawischen Dialektes im griechischen Makedonien" (Athen 2000). Der ebenfalls berühmt berüchtigte Herr Spyros Moschonas, Sprachwissenschaftler der Universität Athens eilte dieses Buch in den höchsten Tönen zu loben, in einer Kritik, in der Zeitung "Kathemerini" am 17.10.200!
AbschlieÃend müssen wir nochmals unterstreichen und betonen, dass das Idiom der griechischen Ureinwohner Makedoniens keine wie auch immer geartete Beziehung zur sogenannten "makedonischen" Sprache (die auf der Grundlage des im Gebiet Monastiri-Veleso gesprochenen Dialektes geschaffen wurde) des Staates von Skopje hat. Diese wurde systematisch serbisiert (Bemerk.d.Ãbers. analog zu germanisieren) um die bulgarischen Charakteristika zu verschleiern. Die erste war eine Hilfssprache, die als Pidgin begann und sich zum Kreol entwickelte, die zweite war ein "mit Armee und Marine bewaffneter Dialekt", wie ich weiter oben anführte, und die sich mit Unterstützung aller Mechanismen des Staates von Skopje zu einer vollständigen Sprache entwickelte.
Wie sich die Sprache entwickelte war auch der Werdegang der UnterdrückungsmaÃnahmen des "Exmakedonismus", der an der Bevölkerung im Bereich des Titoschen Regimes ausgeübt wurde. In seinem Buch "Wer sind die Makedonier?" Schrieb Hugh Poulton (C. Hurst & Co. Publishers, London 20002), werden mit Beweisen die vielen Massenverurteilungen, Hinrichtungen, Umsiedlungen usw. gegen die bulgarisch freundlichen Teile der Bevölkerung im Gebiet von Skopje, um eine "makedonische" Identität zu erhalten, ausführlich beschrieben.
Analog waren die MaÃnahmen zu Lasten der griechischen Einwohner des Gebietes (vorwiegend Vlachisch sprachige aus Pelagonien), die auf magische Weise aus den offiziellen Statistiken und Reporten verschwanden. Mit Duldung der griechischen Regierungen der damaligen Zeit, die systematisch darauf achteten, den Führer Jugoslawiens und Schützling der Amerikaner, den "Marschall" Tito nicht zu verprellen.
Das tragikomische der Situation ist, aber gleichfalls gefährlich (wegen der Einmischung der Amerikaner), die Einsprüche von einigen selbsternannten Sprechern der Skopjer, die frech fordern, dass Schulen eröffnet werden sollen in denen die Skopjer Sprache gelehrt wird. Für Kinder einer "Makedonischen Nation", die in Griechenland eine unterdrückte nationale Minderheit sind.
Das Beunruhigende in diesem Fall sind die Athener Politiker. Sie treten in einen Dialog über dieses Thema mit dem griechisch stämmigen Ministerpräsidenten von Skopje Gruevski ein, statt "hier und jetzt" eine internationale Untersuchung zu fordern, die sich mit dem Schicksal der Griechen vom Gebiet des heutigen Staates von Skopje beschäftigt.
Ich persönlich bin gespannt zu hören, welche Sprache die Unterstützer und Retter genau vorschlagen, die in den Minderheitenschulen gelehrt werden soll. Soweit es das Idiom betrifft, was in einigen Randgebieten Makedoniens gesprochen wird, glaube ich nicht, dass es einen Einzigen gibt, der aus vielen und einleuchtenden Gründen sein Kind in eine solche Schule schicken würde. Das Ganze ist nicht mehr als ein schlechter Scherz.
Wenn die Skopjer das Lehren ihrer fabrizierten Sprache meinen, dann ist ihre Frechheit über alle Grenzen gegangen. Ich frage mich, wie viele von den fanatischen Skopjeanhängern ihre Kindern zum Lernen einer praktisch nutzlosen Skopjer Sprache (der sogenannten "Makedonischen" Sprache) schicken würden, statt irgend einer nützlichen westeuropäischen Sprache, oder auch zu Russisch, Bulgarisch, Serbisch oder Türkisch?
Man sollte endlich mit dieser "heuchlerischen" Debatte über eine "Makedonische" Minderheit aufhören, die der "böse" griechische Staat unterdrückt und deren Mitgliedern verbietet ihre "Sprache" zu sprechen. Das Sprachliche Idiom (keine Sprache) das in ganz wenigen Gebieten Makedoniens noch gesprochen wird bildet für die Ureinwohner ein kulturelles Erbe und für andere Griechen eine ungewöhnliches Phänomen.
Von dem Moment an, wo dieses Idiom seine Nützlichkeit verloren hat und der Geschichte angehört, hat es das Schicksal aller Hilfssprachen geteilt. In einigen abgelegenen Dörfern wird es noch eine Weile Menschen geben die sie sprechen, aber in ein oder zwei Generationen nicht mehr. Die Situation ist nicht umkehrbar.
Ich persönlich bin traurig darüber, dass ein kulturelles Element aus unserem Raum verschwindet, wie auch über den Abriss so vieler alter Gebäude, an deren Stelle geschmacklose Hochhäuser hoch gezogen werden, ich überlege, ob es nicht anders hätte ausgehen können. Das ist der Preis für die Entwicklung, einer schlechten Entwicklung wenn man so will, aber ich sehe keine andere Lösung. Das gleiche gilt auch für Vlachisch, Arvanitisch, Tsakonisch und in geringerem Umfang für Pontiaka. Das Leben geht eben weiterâ¦.
D. E. E.
FUSSNOTEN
[1]Ausbausprache = "erweiterte Sprache" oder "offizielle Sprache". Die Sprache, die vom Staatsapparat offizielle benutzt wird, sowie in den Medien, den Schulen usw. Die auÃerdem vorhandenen Formen der Sprache, wie Dialekte, werden im täglichen Umgang benutzt, auf âinoffiziellem örtlichen Niveauâ, wie z.B. in Griechenland das Pontiaka, der kretische Dialekt usw. Als Abstandsprache bezeichnet man eine Sprache in Beziehung zu einer anderen, wenn beide so unterschiedlich zu einander sind, dass keine als Dialekt der anderen angesehen werden kann: z.B. das offizielle Spanisch (Kastilisch) zur Baskischen Sprache, als Abstandsprache, die eine zur anderen.
Das Idiom slawischer Herkunft aus dem Gebiet von Zentral-West Makedonien in Beziehung zum Griechischen wird als Abstandsprache gesehen, obwohl das Idiom nur schwer als vollständige Sprache bezeichnet werden kann.
Dachsprache, oder besser Schirmsprache, ist die Sprache, die in einem "sprachlichem Fortlaufen", als Fundamentsprache, eine Form von Ausbausprache, die offizielle Sprache ist. Das charakteristischste Beispiel ist das sogenannte "heutige offizielle Arabisch" (Modern StandardArabic), in Beziehung zu den verschiedenen arabischen Dialekten, die heute in der arabischen Welt gesprochen werden, obwohl einige Dialekte so unterschiedlich sind, dass man sie als Abstandsprache bezeichnen könnte, wie z.B. das in Ãgypten gesprochenen Arabisch in Beziehung zum â"heutigen offiziellen Arabisch" oder dem "Arabisch der Intellektuellen".
[2]Die Lingua Franca entstand in den Häfen des östlichen Mittelmeeres als Sprache der Händler und Käufer und war eine Mischung von Worten aus Französisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch, Arabisch und Türkisch, mit einer minimalen Grammatik und Syntax. Später wurde dieser Begriff benutzt um eine vollständige Sprache zu bezeichnen, die von verschieden sprachigen Volksgruppen, zum Handel, Diplomatie usw. Gründen benutzt wurde. So war das Griechische die Lingua Franca im Nahen Osten und in Süd-Ost Europa, das Lateinische dafür in West Europa. Das Französische war bis zum 2. Weltkrieg die Lingua Franca der Diplomatie, um vom Englischen verdrängt zu werden, dass Lingua Franca in vielen Bereichen weltweit wurde.
[3] Siehe Linou Politi:"Geschichte der Neu-Griechischen Literatur" Athen 1980 in der Einführung, Seite 17, wo die Benutzung lateinischer Buchstaben zum Schreiben der griechischen Sprache angeführt wird: "â¦dieses System wurde auch von der papistischen Propaganda für die griechischen Katholiken auf den Inseln benutzt (franko-chiotika Bemerk.d.Ãbers. franko für: die Franken, allgemein für Westeuropäer und chiotika für: aus Chios)â¦".
[4] Das charakteristischste Beispiel einer Kreolischen Sprache ist das Tok Pisin, dass im 19. Jahrhundert in Papua Neu Guinea als pidgin Idiom, auf der Grundlage des Englischen, mit Einsprengseln von Worten der Ureinwohner und wenigen deutschen und portugiesischen Worten, begann.
Wurde als Lingua Franca der Inseln benutzt und entwickelte sich zur Muttersprache der Ureinwohner, zu einer vollständigen zeitgemäÃen Sprache, mit der staatlichen Unterstützung und Hilfe der Regierung von Papua Neu Guinea.
Der Name Tok Pisin leitet sich von talkpidgin = sprich pidgin, im Idiom, ab. Ich möchte folgendes in Erinnerung rufen, dass die Stämme von Papua, heute ungefähr 8,5 Mill. Menschen auf dieser riesigen Insel (ca. 885.000 Quadratkilometer, über das zweifache Griechenlands) nördlich von Australien, ungefähr 750 verschiedene Sprachen sprechen. Einige dieser Stämme waren in der Vergangenheit berühmte Kannibalen. Die Insel ist in der Mitte geteilt, der östliche Teil ist seit 1975 der unabhängige Staat Papua Neu Guinea, der westliche ist eine Provinz Indonesiens.
[5]Es ist bemerkenswert, dass der Bürgermeister einer Stadt auf Bulgarisch ÐºÐ¼ÐµÑ â" kmet, auf Serbo-Kroatisch grandonatsalnik (Führer, Oberhaupt der Stadt) und auf Skopjisch wird die Betonung vom zweiten a auf das dritte verlegt. Beide Worte sind im örtlichen Idiom von Nord Griechenland völlig unbekannt. Während der Türkenherrschaft, nach unseren Informationen, wurde das türkische Wort bey â" Herrscher, Oberhaupt benutzt.
[6] Im berühmten "Viersprachigen Lexikon" (1793) des Daniel Moschopoliti, auf Griechisch, Arvanitisch, Aroumanisch und Slawisch, wobei dem Slawischen das slawische Idiom um Ochrid zu Grunde gelegt wurde. Das nach anderen nichts anderes als ein Westbulgarischer Dialekt war. Nach anderen (den Skopjern) die erste Form des "Slawomakedonischen". Dieses Idiom was die sprachliche Basis für die Ausformung des makedonischen pidgin.
[7]Das heutige Bulgarisch wird heute in zwei groÃe Dialektgruppen unterteilt, der östlichen und westlichen, mit Ausnahme einer kleinen Gruppe, der nord-östlichlichen. Ein charakteristisches Element zur Unterscheidung unter den bulgarischen Dialekten ist die Aussprache einiger Vokale, die als "veränderliche Ja" bekannt sind und sich aus einem Alt-Bulgarischen Mitlaut entwickelten.
Dieser Mitlaut, im alten Kyrillischen Alphabeth wird es als Jiat (ѣ) geschrieben, im Alt-Bulgarischen aber als doppeltes e bezeichnet, wurde im Neu-Bulgarischen nach 1945 durch eine Reform abgeschafft.
In den west bulgarischen Dialekten wird das "veränderliche Ja" immer als e gesprochen (Ð'ÐÐÐ â" beli gesprochen), in den östlichen ja (Ð'ЯРâ" Ð'ЯÐÐ, bjal - bjali).
Im nordöstlichen Dialekt wird das "veränderliche ja" nach den Regeln der bulgarischen Literatursprache ausgesprochen. Es wird analog der morphologischen Ãnderungen der Wörter ausgesprochen (Ð'ЯРâ" Ð'ÐÐÐ, bjal - beli). So wird das Wort Ð¥ÐЯÐ' (Brot), in Ost-Bulgarien als "chljap", im Westen als "chlep" ausgesprochen und im örtlichen Idiom Makedoniens als "lep".
[8] Siehe die unvergleichliche Aufzählung, in der Arbeit des unvergessenen Lehrers Georgiou D. Georgiadou aus Edessa, mit dem Titel: "Die Mischsprache im Makedonischen Idiom", Edessa 1948.
[9] Zum Beispiel, die drei Konjunktionen der Verben (in der offiziellen bulgarischen Sprache) wurden zu einer vereint, es kam zu phonetischen Vereinfachungen usw.
[10] Siehe als Beispiel die Arbeiten des Anthropologen Aris N. Poulianos: âDie Herkunft der Griechenâ, Athen 1968. In dieser genetischen Untersuchung der Nation führt Poulianos folgendes an: "Die Vlachen aus Bufi und Zentral Makedonien, die erst letztlich anfingen Slawisch zu sprechen oder deren Dialekt vom Slawischen beeinflusst wurde, wie auch einige Dörfer vom Kaimaktsalan, gestehen, dass ihre Vorfahren nur Vlachisch sprachenâ¦".
[11] Diese heute umlaufenden Lieder sind zu 90% skopjer Nachkriegsproduktionen, die als Makedonskinarodnipesni, als "Makedonische Volkslieder" lanciert werden. Das neuerdings so moderne "Blecherne" (Bemerk.d.Ãbers. Blaskapellen sind gemeint) hat eine interessante Geschichte, mit der sich Spezialisten beschäftigen sollten, die mehr als ich wissen. Hier muss ich feststellen, dass bis vor kurzem griechische "Forscher" von den Universitäten das ganze vollständig ignorierten, einige wenige Lieder aufzeichneten und überzeugt waren seltenes volkstümliches Gut zu sammeln!
[12] Siehe Einzelheiten in der vorher angeführten Arbeit "Die Mischsprache im Makedonischen Idiom", Seite 12-16.
[13] "â¦(Bemerk.d.Ãbers. den englischen Text lasse ich so stehen, dass jeder im Original nachlesen kann) We have many times heard from the Macedonists that they are not Bulgarians but Macedonians, descendants of the Ancient Macedonians, and we have always wanted to hear some proofs of this, but we have never heard them. The Macedonists have never shown us the bases of their attitude. They insist on their Macedonian origin, which they cannot prove in any satisfactory way. We have read in the history that in Macedonia existed a small nation - Macedonians; but nowhere do we find in it neither what were those Macedonians, nor of what tribe are their origin, and the few Macedonian words, preserved through some Greek writers, completely deny such a possibility. In addition to this, after Macedonia was subdued by the Romans, there is no remembrance of those Macedonians any further. We can find in their areas all kinds of other nations, except for the Macedonians, who solely we don't findâ¦" ÐеÑко Славейков "ÐакедониÑ" 1871.
[â¦Bis heute hörten wir von den Makedonisten das sie keine Bulgaren sind, aber Makedonier, Nachfahren der archaischen Makedonier, und wir warteten immer noch auf irgendwelche Beweise, die wir nie hörten. Die Makedonisten zeigten uns nie die Fundamente ihrer Stellung.
Sie bestehen auf ihrer Makedonischen Herkunft, die sie nicht zufrieden stellend beweisen können. Wir haben der Geschichte gelesen, dass es eine kleine Nation, die Makedonier, gegeben hat, aber nirgend wo steht das sie die Makedonier waren, noch von welchem Stamm die wenigen makedonischen Worte, die von antiken griechischen Schriftstellern überliefert wurden, stammen und weisen diese Möglichkeit zurück. AuÃerdem, nach der Unterwerfung der Makedonier durch die Römer gibt es keine Erinnerung mehr an diese Makedonier. In diesen Gebieten können wir alle möglichen Nationen finden nur nicht Makedonierâ¦].
Petko Slaveikof, Zeitung "Makedonia" 1871
Edessa, August 2008 D. E. E.
Letzte Ãnderungen dieser Seite am 13.Oktober 2008
Verfasser dieses Artikels: Dimitris E. Evaggelidis
Copyright © 2008 Antibaro Andreas Stalidis
Dieser Artikel wurde mir freundlicherweise zum Veröffentlichen überlassen, Carmen Sporidis
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| September | Italien kapituliert |
| Oktober | GroÃe sowjetische Offensive auf der Krim Aufstand im Todeslager Sobibor |
| Dezember | Tito (Josip Broz) ist der Erste in Jugoslawien am 20.12.43, auf dem 5. Kongress der Partisanen in Geitze wird die Gründung der "Mazedonischen Teilrepublik" im Bund Jugoslawiens beschlossen |
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Man schreibt das Jahr 1943.
Die Alliierten sind auf Sizilien gelandet, Italien kapituliert, die Rote Armee gewinnt die Schlacht um Stalingrad, besiegt die Nazis in einer Panzerschlacht am Kursker Bogen und beginnt eine GroÃoffensive auf der Krim. Tito wird der anerkannte Führer der Partisanen Jugoslawiens und es wird beschlossen eine Teilrepublik Jugoslawiens zu gründen, mit dem Name "MAZEDONIEN". Â
Wie kommt Tito auf so eine Idee?
Bis 1943 hat noch niemand von einer Makedonischen Nation etwas gehört. Kann es denn sein, dass per Dekret eine Nation mit einem geklauten Namen geboren wird?
Es ist möglich. Ich selbst bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen und da haben sie auch etwas von der neuen sozialistischen deutschen Nation gefaselt.
Aber es war nicht nur der Name bei Tito. Er hat sich auf vorhergehende Beschlüsse der Komintern gestützt. Auf die Unterschrift der Führung der KP Griechenlands, auf die  Zustimmung der KP Bulgariens. Stalin und Tito haben die Sozialistische Balkan Union als Ziel gehabt. Bulgarien hatte noch seine eigenen Gebietsforderungen an Griechenland. In einem Interview mit einer schwedischen Zeitung erklärt Dimitrow, der Führer der KP Bulgariens, Griechenland zur Seefahrernation, das so viele Häfen hat und Ostmakedonien und Thrakien gar nicht braucht und die Bulgaren es sich nehmen können.
Man sollte zwei Sachen nicht vergessen, die Bulgaren hatten in brüderlicher Gemeinschaft mit Hitlerdeutschland genau diese Teile Griechenlands besetzt und zweitens die bulgarischen Nationalisten (VMRO) waren in der bulgarischen KP aufgegangen.
Diese nationalistische Bewegung (VMRO) hatte auch die Losung "Makedonien den Makedoniern" als erste herausgegeben.
So wie sich Christen immer wieder gegenseitig sagen, dass sie Brüder in Christi sind, jeder den anderen lieben soll, dabei einer dem anderen das Messer in den Rücken stach, so gab es bei den Kommunistischen Parteiführern auch diese schönen Reden von der internationalen Solidarität, Moskau hatte immer Recht. Wenn die Partei feststellt, dass die Sonne grün ist, schlägt sich jeder Genosse an die Brust und sagt, warum habe ich das nur nicht erkannt, mea culpa und wenn Moskau dann nach einigen Jahren feststellt, nein, die Sonne ist nicht grün aber lila, beginnt das Gleiche von vorn. Wer in der DDR gelebt hat, wird mir zustimmen.
Es kursierte dort ein Witz: Walter Ulbricht wird gefragt, wie es kommt, dass er immer genau weiÃ, was der Kreml will. Er schaut auf das Telefon, Direktverbindung mit Moskau  ist die Antwort.
So hatten die Führer alle Anweisungen aus Moskau treu befolgt, ohne zu realisieren, dass Stalin mit Churchill seine eigenen Vereinbarungen schlieÃen würde.
Es hat auch keinen von ihnen gekümmert, dass 1913 die Grenzen auf dem Balkan festgelegt wurden. Ob die Griechen einverstanden waren ein Drittel ihres Staatsgebietes in brüderliche Hände abzugeben wurde als nicht relevant abgetan.
Christe Misirkof und die Schaffung einer Slawomakedonischen Nationalen Identität
Aristoteles Tsiabiris, AuÃerordentlicher Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Piräus
Antibaro, Januar 2007
Friedrich Nitsche warnt in einem seiner letzten Werke "einige Menschen werden nach ihrem Tod geboren". Dieses Schicksal hatte Christe Misirkof. 1874 in der Nähe des antiken Pellas geboren, schreibt er ein Buch das nur für wenige Tage in Sofia verkauft wurde. Gab ein Heft, eine Zeitschrift heraus, die niemals verteilt wurde und starb relativ unbekannt im Alter von 52 Jahren. Heute wird er als Nationalheld unserer nachbarlichen Ehemaligen Jugoslawischen Demokratie Makedoniens (FYROM) betrachtet und nimmt eine ähnliche Stellung ein wie Riga Fereos und Adamantiou Korai (Bemerk.d.Ãbers. Griechen der Aufklärung wie Lessing) in Griechenland (ohne mit deren internationaler Reputation mithalten zu können).
Das Werk und Leben des Christe Misirkof sind dem breiten griechischen Publikum total unbekannt. Werden aber von seinem grundsätzlichen Werk Makedonische Angelegenheiten (1903) und durch die beachtliche Studie von Fr. Aggelopoulou die das Wirken Misirkofs in die ideologischen und politischen Entwicklungen seiner Zeit einordnet, erhellt.
Im einzelnen, die meisten Bulgaren waren Ende des 19.Jahrhunderts der Ãberzeugung das die Slawisch sprechenden Bewohner Makedoniens des Osmanischen Reiches, das sich aus den Vilaeti (Provinzen) Thessaloniki, Skopje und Monastiri zusammensetzte, ihre Landsleute waren, die sich eigentlich im neuen "GroÃ-Bulgarien" befinden sollten. Gleichzeitig war vielen Bulgaren klar, dass die Interessen der GroÃmächte der damaligen Zeit und die, der örtlichen Mächte Griechenland und Serbien, eine solche Entwicklung nicht zulieÃen. Um eine Aufteilung des unter Osmanischer Herrschaft stehenden Makedoniens an die benachbarten Balkanstaaten zu verhindern, wurde (immer vom bulgarischen Standpunkt aus) eine politische Bewegung des "Separatismus" aufgebaut. Ziel war die politische Autonomie des Osmanischen Makedoniens und nicht die Einverleibung in Bulgarien (eine Entwicklung die in fernerer Zukunft nicht ausgeschlossen wurde).
Der "politische Separatismus" der Bulgaren stützte sich nicht nur auf die "Analyse" der Machtverhältnisse der Zeit, aber war auch das Ergebnis der Unzufriedenheit der örtlichen Slawisch sprechenden mit den Entscheidungen des bulgarischen Staates, was die Probleme mit der Sprache, Kirche und AuÃenpolitik betraf. Es koppelte die unmittelbare Zukunft des Osmanischen Makedoniens von der Bulgariens ab, ohne jedoch eine gesonderte "Makedonische" Nation anzuerkennen. Grundsätzlich ging es um eine innerbulgarische Veränderung der strategischen Ziele. Diese wurde von einer Bewegung des "nationalen Separatismus" gefolgt, welche die Existenz einer "Makedonischen" Nation ausrief, nicht identisch mit der bulgarischen oder serbischen.
Der bedeutendste Intellektuelle des "nationalen Separatismus" ist Christe Misirkof.
Wie Fr. Aggelopoulou schreibt, ist das Buch der Makedonischen Angelegenheiten  das erste Werk in dem ein "Intellektueller Makedoniens" so eindeutig mit Argumenten den nationalen Separatismus unterstütztâ¦Misirkof schreibt sein Werk im zentralen makedonischen Dialekt, von dem er glaubt, dass dieser die Grundlage der Makedonischen Sprache werden sollte. So kann man erkennen, warum er so bedeutend für unsere neu geschaffene Nachbardemokratie ist.
Die Studie des Misirkof zeigt nicht nur bedeutende Einzelheiten über die Entwicklung seiner Zeit aber auch über die Entwicklung der Slawomakedonischen Nationalen Identität. Eindruck hinterlässt seine Analyse der örtlichen internationalen Beziehungen: "Ich bin Makedonier und hier, wie sehe ich die Position meines Landes: Feinde Makedoniens sind weder Russland noch Ãsterreich-Ungarn, aber Bulgarien, Griechenland und Serbien".
Zusätzlich glaubt er, dass die "guten Beziehungen zwischen Griechen und uns (die Slawischen Makedonier) mehr von den Griechen anhängig sind. Zu ihrer Verbesserung müssen die Griechen ihren GröÃenwahn aufgeben und den Makedoniern das Recht der Koexistenz in Makedonien zuerkennen. Insbesondere das Ãkumenische Patriarchat, als ökumenische Institution, muss aufhören als Institution mit griechischem Charakter zu funktionieren".
Ohnehin bringt Misirkof wenige Argumente die Beziehung zum antiken Makedonien haben. Er kennt die Geschichte gut genug und verbindet die Geschichte der slawischen Bevölkerung nicht mit der antiken Geschichte der Halbinsel des Aimou. Die Byzantinische Zeit ist für ihn Ausgangspunkt seiner Nachforschungen und Analysen der Existenz einer "makedonischen" Nation und er erkennt an, dass es "einen Moment ohne bestimmte Nationale Identität gab".
Die Möglichkeit eines neuen VorstoÃes zur Lösung des Problems mit dem Namen ist da, wäre es für die Verantwortlichen in Skopje nützlich im Kopf zu haben, was Misirkof sagte, dass "der Name Makedonien von den Slawen erst als geographischer Term benutzt wurde, um den Ursprungsort anzuzeigen".
Bedeutsam ist ebenfalls die Tatsache, dass Misirkof nicht immer total konsequent in seinen Ansichten war. Es sieht so aus, als hätte er nach der Herausgabe der Makedonischen Angelegenheiten mehr Bulgarienfreundliche Ansichten adoptiert um am Ende seines Lebens wieder zu seinem anfänglichen ,,makedonischen Separatismusââ zurück zu kehren. Hier müssen wir daran erinnern, dass selbst der vorige Präsident der FYROM Kiro Gligorof in seinen Erinnerungen gesteht, das "in mir die Gewissheit reifte, dass ich ein Makedonier bin, aber ich habe das Gefühl das dieser Prozess in der Zeit abgeschlossen wurde, als ich Schüler auf dem Gymnasium in Skopje war". Als Konsequenz können wir feststellen, dass bei Gligorof die Nationale Identität sich nicht sofort festigte, sie war also nicht automatisch oder selbstverständlich, er musste erst in die Gymnasialstufe gelangen um sie zu erhalten. Unter diesen Umständen zeigt sich die Slawomakedonischen Nationale Identität (vor der Existenz der FYROM) mehr wechselhaft als erwartet.
Zusätzlich sollte betont werden, dass Misirkof zu Beginn des 20. Jahrhunderts schreibt, ohne eine bedeutende Leserschaft. Mit anderen Worten, der "Makedonische Nationale Separatismus" ist auf dem Niveau als intellektueller Versuch ungewöhnlich neu, mit bedeutender Station nicht nur die Veröffentlichung des Misirkof aber nach dem II. Weltkrieg und der durch Tito 1944 geschaffenen &Volksrepublik (später sozialistische) Makedonien" im Rahmen des damaligen Jugoslawiens.
Wie es aussieht hat Misirkof das Problem erahnt: "Na, was kann man denen antworten die behaupten, dass es eine Makedonische Nation nie gegeben hat: Kann sein das es sie nie gegeben hat, aber heute gibt es sie und es wird sie immer geben".
Die Frage ist nicht nur ob sich eine Slawomakedonische Nationale Identität gebildet hat aber ob sie sich vollendet hat und was sind die Folgen für die Zukunft des Balkans.
Mit freundlicher Genehmigung von: http://www.antibaro.gr
Rechtsradikaler Rassismus und
Wunderlichkeiten der Skopjer
Geschrieben von Vlasis Agtsidis
Die Slavomakedonische Politik und ihr kultureller Ausdruck, wie wir ihn nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens erlebten, hält immer neue negative Ãberraschungen für uns bereit.
Es erschien eine neue Generation Slavomazedonischer Politiker, die ihre Politik auf zwei Säulen gründet: Dem Rassismus gegen über den anderen nationalen Gruppen, die sich in ihrem neuen Staatsgebiet befinden, sich vor allem gegen die Albaner richtet und auf die Bemühungen eine nationale Identität den Slavomakedonier zu schaffen, auf der Grundlage der Einverleibung von Formen und Figuren der antiken griechisch-makedonischen Welt.
Das Zweite ist der bizarre Versuch einer rechtsradikalen Strömung, die aus tiefer Vergangenheit kommt und durch neu erscheinende Elemente charakterisiert wird. Wie die Aufgabe der slawischen Identität und die Fabrikation einer neuen, vollständig fantastischen, die sich auf die makedonische Ideologie stützt. Flughäfen, Städte und Stadien werden umbenannt, mit uns familiären griechischen Namen. Einen Höhepunkt kultureller Selbstbeweihräucherung der neuen Ideologie der Slavomakedonier bildet das propagandistische Video mit dem tiefsinnigen Titel ´´Zeitloses Makedonien`` «Macedonia timeless».
Aus der traumhaften Landschaft des Ochridsees steigt eine traditioneller slavomazedonischer Figur die Neovergangenheit: Alexander, der mazedonische Krieger, das archaische Symbol von Vergina (Bemerkg.d.Ãberstz. der achtstrahlige Stern, das Symbol der archaischen Könige von Mazedonien, war auf der Larnaka Phillips des II., als Manolis Andronikos sein Grab in Vergina ausgrub).
Auf clevere Weise werden dreitausend Jahre, voll von Umbrüchen, in einer zusammenhängenden Geschichte in einer Minute dargestellt, der Slavomazedonische Dörfler, der neolithische Mensch, die Totenmasken der Mykenischen Zeit, Alexander der GroÃe und die Makedonier, die zusammen mit altslavischen, mittelalterlichen Texten ein harmonisch vereintes Ganzes bilden.
Vor uns haben wir ein historisches Phänomen des 19. Jahrhunderts, das sich mit besonderer Intensität in einer Epoche abspielt, in der sich die westliche Welt freiwillig von den nationalistischen Bleigewichten löst. Das Gebiet der Slavomakedonier lebt heute sein 18. Und 19. Jahrhundert.
Vom Absolutismus zur Nation
Das Phänomen des Erwachens der Nation kam am Ende des 18. Jahrhunderts auf und charakterisiert das 19. Jahrhundert. Die Völker schüttelten den Absolutismus der multinationalen feudalen Reiche ab und folgen ihren selbstgewählten Weg, mit eigenen Werten. Die Schaffung von nationalen Identitäten bildet die Apotheose der Neoheit. Alte religiöse Identitäten werden zu nationalen umgeformt.
Vergessene Traditionen und ruhmreiche Geschichten kommen in den Vordergrund und bilden die neue ideologische Basis. Parallel dazu wird diese Grundlage durch einen Kranz verklärender Fakten verstärkt. Gemeinsam mit wirklichen, ihren eigenen, Fakten aus der Vergangenheit â" die auf neue Art und Weise signalsetzend wirken â" gibt es auch eine Vielzahl von einverleibten von Anderen, auch ausgedachten Fakten, die auch in die neue ideologische Basis eingefügt werden. Die neue gesellschaftlich-historische, sich ständig entwickelnde Form der Nation fällt in das historische Sein ein und beherrscht es.
Im 20. Jahrhundert erleben wir die Vollendung dieses historischen Prozesses, erst in seiner Verzerrung durch die rechtsradikalen totalitären Ideologien, später mit dem Kommen einer neuen Periode, in der die traditionellen nationalen Auffassungen stufenweise ihren Platz an neue Supernationale Einheiten abgeben.
Die Schaffung der EU war der politische Ausdruck dieses Prozesses und ein unerhörtes Experiment. An die Stelle der konkurrierenden Nationen trat eine neue Auffassung, eine Zusammenarbeit, die die Ãberwindung des abgekapselten Nationalstaates erlaubte.
Die Slavomazedonische Phantasie
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass wir uns im gleichen konventionellen Zeitalter mit dem Alten Ost-Europa befinden, zur gleichen Zeit durchleben diese Gesellschaften eine andere geschichtliche Phase und andere Verfahren. Die Geschichtsperiode die die alten Sowjetbürger und Jugoslawen erleben, hat sich für uns, in der Weise in der sie ablief, im tragischen Jahr 22 ereignet. Mit der einzigen Ausnahme von Cypern. (d.Ãbers.: Die Katastrophe von Kleinasien 1922, bei der die gesamte christliche Bevölkerung Kleinasiens entweder abgeschlachtet oder vertrieben wurde)
Die alte kommunistische Welt durchlebt in diesem Moment die Phase der Schaffung von Nationalstaaten, im Gegensatz zur westlichen Welt, die sich am Ende dieser historischen Phase befindet und neue Wege zur Gründung von Formen von Nachnationalstaaten, Typ EU verlangen.
Dieser historische Prozess, der sich vor aller Augen abspielt, befindet sich im vollen Gange in der ganzen alten kommunistischen Welt und speziell in den zwei Vielvölkerstaaten, die ehemalige Sowjetunion und das ehemalige Jugoslawien. Der Einsturz dieser "Reiche" ereignete sich erst am Anfang der 90er Jahre.
Für den Uneingeweihten stellt es sich sonderbar dar. Aber das was sich dort abspielt ist, dass sich in neuer Form eine alte feudale Struktur erhalten hatte. Nur das an Stelle des alten Feudalismus die Partei als gemeinschaftlicher Eigner der Produktionsmittel trat. Strukturell transportierten die "kommunistischen" Reiche bis in unsere Tage die feudalen Gesellschaftsstrukturen, was auch immer das für eine Bedeutung auf der Ebene der gesellschaftlichen Widersprüche und politischen Prioritäten hatte.
Vlasis Agtsidis ist Doktor für Zeitgeschichte, Mathematike. von der Akademie Athens für die Geschichte der Griechen des Pontus ausgezeichnet.mit freundlicher Genehmigung von:www.antibaro.gr
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